Das sind die besten Dental Resin 3D-Drucker 2026

Die Suche nach einem passenden 3D-Drucker ist Anfangs eine Mammutaufgabe. Die Auswahl ist riesig, da 3D-Druck in vielen Wirtschaftszweigen zunehmend eine wichtige Rolle einnimmt. Filamentdrucker, Resindrucker, Pulverbettverfahren für Kunststoffe oder Spezialdrucker für Beton und Bio-Materialien; für viele Branchen gibt es inzwischen den passenden 3D-Drucker. Überraschend ist dies nicht, da man mit 3D-Druck schnell und für kleine Stückzahlen, günstig produzieren kann. Voraussetzung dafür ist jedoch die richtige Wahl des Geräts und das Know-How für den Umgang mit 3D-Druck. Dentallabore setzen dabei vermehrt auf Resin 3D-Drucker, die auf feinsten Oberflächen bis ins kleinste Detail ein perfektes Endprodukt liefern können. Auch die Auswahl an Resindruckern ist riesig. Von günstigen Einsteigermodellen bis zu teuren High-End-Modellen für erfahrene Profis ist alles dabei. Doch wo setzt man bei einer Neuinvestition nun an? Wer einen guten 3D-Drucker nur am Preis ausmachen möchte, kann sich finanziell schnell verkalkulieren. Vergleichen wir vier ausgewählte 3D-Drucker und ihre Vor- und Nachteile, um einen besseren Überblick zu bekommen.

Eine Auswahl für alle Fälle

Kriterien für ein Vergleichsduell von 3D-Druckern
Jeder 3D-Drucker bringt andere Anforderungen mit. Während der eine günstiger und einfacher zu bedienen ist, könnte der andere präziser aber dafür teurer sein. Viele Kriterien spielen in der Kaufentscheidung also eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund wollen wir vier Drucker anhand von sechs Punkten vergleichen. Kriterien, an welchen man 3D-Drucker gut messen kann, sind der Bauraum, die XY-Genauigkeit, die mögliche Schichtdicke, die Geschwindigkeit, die Materialvielfalt und das Preisniveau.

Bauraum: Der Bauraum gibt an, wie groß die einzelnen Objekte werden können, die gedruckt werden sollen. Gerade hier gibt es verschiedene Größen, welche auf unterschiedlichste Projekte abgestimmt sind.

XY-Genauigkeit: Mit der XY-Genauigkeit wird angegeben, wie präzise ein Resin 3D-Drucker arbeiten kann. Je kleiner dieser Wert ist, desto feiner und präziser können Oberflächen abgebildet werden.

Schichtdicke: Die mögliche Schichtdicke eines Resindruckers geht in der Regel bei 0,01mm los, abhängig von dem jeweiligen Gerät. Kleinere Layerhöhen bedeuten glattere Oberflächen, was jedoch auch zu längeren Druckzeiten führen kann.

Geschwindigkeit: Mit Geschwindigkeit geben Hersteller an, wie schnell ein Bauteil unter idealen Bedingungen hergestellt werden kann. Wichtig ist zu verstehen, dass dies nur unter perfekten Bedingungen gilt. Die Druckgeschwindigkeit hängt zusätzlich vom Wissen über die Bedienung eines 3D-Druckers, dem Material, und der Schichthöhe ab.

Materialvielfalt: Eine hohe Materialoffenheit bedeutet auch eine hohe Flexibilität in der Auswahl der Harze, welche verwendet werden können. Muss immer nur das Material des Herstellers verwendet werden oder können auch andere Harze von anderen Herstellern zum Einsatz kommen? Ein offenes System bietet eine höhere Flexibilität, während ein geschlossenes System oft stärker auf abgestimmte Prozesse und reproduzierbare Ergebnisse abgestimmt sind. Im Dentalbereich ist allerdings auch wichtig, welche Materialien überhaupt validiert sind. Ein offenes System bring dir wenig, wenn es keine validierten Dentalmaterialien gibt.

Preis: Zuletzt kann der Preis noch verglichen werden. Neben den Anschaffungskosten sollten jedoch immer Materialpreise, sowie Verschleiß, Wartung und laufende Betriebskosten berücksichtigt werden. Schauen wir uns diese Kriterien auf den folgenden vier Druckern genauer an.

Phrozen CS+
Mit einer 385-nm-Lichtquelle, einer XY-Auflösung von 22 µm und wählbaren Schichthöhen von 30, 50 oder 100 µm ist der Phrozen Sonic CS+ ein starker LCD-Resindrucker für Einsteiger. Mit einem Preis von ca. 4.690€ wird zu vergleichsweise geringen Kosten eine hohe Auflösung geboten. Die Standardversion misst 168 × 74 × 175 mm und zusätzliche Miniversion 75 × 75 × 175 mm. Besonders für den Dentalbereich ist das attraktiv, auch wenn der CS+ nicht die gleichen extrem kleinen XY-Strukturen liefern kann wie vielleicht seine Konkurrenten. Auf dem Phrozen CS+ sind bereits viele Materialien validiert. Phrozen selbst gibt eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 100 mm/h an. Wichtig dabei ist zu beachten, dass diese Endgeschwindigkeit wie üblich von Material, Layerhöhe und dem Druckauftrag selbst abhängig ist. Hinzu kommen ein 7-Zoll-Touchscreen, USB, Wi-Fi und Ethernet für eine einfache Bedienung, welche besonders gut auf den Dentalbereich ausgelegt ist. Alles zusammen bietet der Phrozen CS+ ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Blick auf die dentale Ausrichtung.

Formlabs Form 4B
Der Formlabs Form 4B hat mit seinem breiten Anwendungsspektrum für Modelle, Schienen, Bohrschablonen, Provisorien und vieles mehr einige gute Argumente. Dafür darf man bei diesem 3D-Drucker auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit einem Preis von etwa 7.699€ bis 7.936€ ist der 4B kein kostengünstiges Modell. Eine Auflösung von 50 µm, wählbare Schichthöhen von 25 bis 100 µm und einer Durchschnittsgeschwindigkeit bis zu 100 mm/h sorgen für eine starke technische Leistung. Der Bauraum misst 200 × 125 × 210 mm und benötigt so ein wenig mehr Platz als der Phrozen CS+. Formlabs bevorzugt Nutzer, die das Formlabs Material nutzen. Um externe Materialien zu nutzen bietet Formlabs den sogenannten Open Material Mode an. Dieser Modus schränkt aber die Garantieleistungen ein und erfordert manuelles Harzhandling. Besonders für den Dentalalltag ist der der Formlabs Form 4B stark aufgestellt, da dieser weniger über günstige Hardware und mehr über validierte Anwendungen, einfache Workflows und verlässliche Ergebnisse kommt. Der hohe Preis und die Abhängigkeit von Formlabs Materialien bleibt bei diesem 3D-Drucker auf jeden Fall ein Manko, dafür sind die Stärken in der Kombination aus Bedienkomfort, Erfolgsquote und professionellen Service ein Pluspunkt. Der Formlabs 4B ist ein solides Einsteigermodell für Labore, die großen Wert legen auf einfaches Handling und weniger auf die höchste Materialqualität.

UniFormation GK3 Pro
Mit einem Bauraum von 211 × 118 × 240 mm ist der GK3Pro der größte Drucker in unserer vorgestellten Auswahl. Durch den Preis von 781€ bis 820€ ist dieser mit großem Abstand der günstigste 3D-Drucker in unserem Vergleich. Für diesen Preis bekommt man eine bemerkenswert starke Ausstattung. Beim Uniformation GK3 Pro wird die XY-Auflösung mit 14 × 19 [µm] angegeben, da die Pixel nicht quadratisch, sondern rechteckig angegeben werden. Damit ist die theoretische Detailauflösung in der einen Achse feiner als in der anderen. Im Vergleich zum Phrozen CS+ ist der GKPro besonders wegen seines günstigen Preises und seiner starken Hardware-Specs, sowie einige Komfortfunktionen, wie Harzheizung, Auto-Feed und Monitoring im Alltag eine gute Option. Für einen geringen Preis erhält man hier also ein gutes Angebot an Leistungen. Beim Thema Z-/Layer nennt der Hersteller keine so klaren vergleichbaren Werte wie andere Anbieter. Stattdessen wird vor allem die 16K-Displayauflösung hervorgehoben, die sich auf die Pixeldichte des Displays und nicht auf die Layerhöhe bezieht. Die Geschwindigkeit wird vom Hersteller leider nicht genau angegeben, weshalb wir diesen Punkt nicht in Relation zu den anderen Druckern setzen können. Außerdem ist der UniFormation GK3 Pro im Kern ein offenes Resin-System. Dadurch ist dieser nicht auf Harze von bestimmten Herstellern festgelegt und hat ein offenes Materialsystem. Leider sind noch nicht allzu viele Dentalmaterialien auf dem Uniformation validiert. Mit seinem geringen Preis und der soliden Leistung ist der GK3 Pro ein guter 3D-Drucker mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis. Zudem gewinnt der Uniformation GK3 Pro in vielen Laboren an Beliebtheit, weshalb potentiell mehr Materialien künftig auf diesem Drucker validiert werden könnten.

Asiga Max 2
Zuletzt ein Blick auf den Asiga Max 2, der am ehesten für erfahrene Anwender im Resin-3D-Druck eine interessante Wahl sein kann. Mit 50 bis 62 µm bietet der Asiga eine sehr hohe XY-Präzision. Hinzu kommt eine Materialoffenheit von über 500 Materialien. Auch hier sind ebenfalls zwei Größenversionen im Angebot eine 62 µm-Version (119x67x76 mm) oder einer 50 µm-Version (96x54x76 mm). Auch hier gibt es in Sachen Geschwindigkeit keine genaueren Angaben vom Hersteller, da der Marketing-Fokus des Max 2 mehr auf eine konstante Produktionsgeschwindigkeit gelegt wurde. In der Schichthöhe des Layers hat Asiga mit 50-100 µm mit einer SPS-geregelten Layerbildung ein typisch dentales Setup. Größter Nachteil beim Asiga ist der sogenannte „Asiga Composer“, den man für die Druckvorbereitung braucht. Das Interface ist irgendwo in den 2010ern stecken geblieben und könnte deutlich übersichtlicher sein. Preislich ist dieses Modell im oberen Bereich. Mit ca. 9.990€ ist dies der deutlich teuerste 3D-Drucker, welchen wir in unserer Auswahl haben. Mit einem sehr offenem System mit vielen validierten Materialien und einer guten Reproduzierbarkeit ist dieses Modell eine gute Wahl für Labore, die bereits Erfahrung mit 3D-Druck gemacht haben.

Welcher Resin-Drucker soll es werden?

Nicht jeder technisch starke Drucker ist automatisch perfekt geeignet für den Dentalbereich; besonders bei den Preisen gibt es nach oben kaum eine Grenze. Unsere Vergleiche zeigen, dass es den einen 3D-Drucker für den Dentalbereich nicht gibt. Der Formlabs Form 4B bietet für Dentallabore ein gutes Gesamtsystem aus Drucker, Software und Workflow. Mit guten reproduzierbaren Ergebnissen und einem hohen Bedienkomfort im Arbeitsalltag passt der 4B gut in den Dentalalltag. Nachteil bleibt der hohe Preis und die Begrenzungen bei der Nutzung von Drittanbieter-Material, welcher im Vergleich zu den anderen ausgewählten Druckern höher ist. Asiga richtet sich mit seinem Max 2 vor allem an professionelle Anwender, die mit einem höheren Budget auch eine bessere Materialoffenheit und ein flexibles System erwarten. Der Phrozen Sonic CS+ wirkt hardwareseitig gut ausgereift. Der CS+ mit seinem Preis kann für Dentallabore interessant sein, welche auf eine klare dentale Anwendung abzielen und ein gutes Verhältnis aus Auflösung, Ausstattung und Anschaffungskosten wollen. Der Uniformation GK3 Pro überzeugt vor allem als leistungsstarker Allround-Resindrucker mit starker Hardware. Eine klare Empfehlung kann leider nicht gegeben werden, da vieles davon abhängt, wie das jeweilige Labor aufgestellt ist. Wenn Sie erfahrende Leute bei sich sitzen haben, die mit 3D-Druck bereits arbeiten, dann empfiehlt sich eher ein Phrozen Sonic CS+ oder ein Uniformation GK3Pro. Sollte das Thema 3D-Druck komplett neu sein, dann sollten Sie sich die Anschaffung eines benutzerfreundlichen Systems, wie dem Formlabs 4B überlegen. Dabei kann es hilfreich sein mit 3D-Druck-Experten den eigenen Bedarf zu ermitteln. Besonders die Einrichtung und Installation kann so reibungsloser funktionieren, wodurch schneller eine funktionierende Produktionskette in den laufenden Betrieb integriert werden kann.

18.06.2026